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Sonstiges



"Duu?"

"Ja?"

"Ich liebe dich wirklich!!"

"Das weiss ich doch!"

17.9.06 00:58


Der Fischersmann und die Meerjungfrau



Der Fischersmann und die Meerjungfrau

Es erzählen viele Mythen und Sagen von Wesen wie denen, von der auch meine Geschichte handelt, den Meervölkern. Die Meerjungfrauen und Meermänner hausen tief unter den Wellen, tief am Meeresgrund, verborgen von neugierigen Blicken.
Nur auserwählte Personen bekommen ihr Antlitz jeh zu Gesicht. Und ebenso eine Person war der junge Fischersmann.

Eines kalten Morgens stieg der junge Fischer in sein Boot. Die Netze mussten eingeholt werden. Er hoffte, dass viele Fische sich im Netz gesammelt hatten und der Weg es wert war. Nur ungerne verließ er an diesem nebligen kalten Morgen die warme Stube, den Herd, die wohlige Wärme seines Bettes.
Doch was musste, das musste, und er musste schliesslich sein Geld verdienen.
So saß er in seinem Boot und frohr bitterlich, während er mit klammen Händen zu der Stelle ruderte, an welcher er das Netz ausgelegt hatte, als er eine Stimme vernahm. Er blickte sich nach der Quelle dieser Stimme um, denn wer sollte schon so früh morgens mitten im Wasser so lieblich singen?
Da entdeckte er sie, auf einem Stein sitzend: Ein wunderschönes junges Mädchen mit langen gewellten goldenen Haaren, vollen roten Lippen und einem strahlen Lächeln, welches ihn fesselte. Ihre Stimme drang zu ihm, er konnte nur noch lauschen und sie anstarren. "Du frierst wohl... Weisst du, niemand friert, wenn er in meinem Reich verweilt!"
Endlich konnte er den Blick von ihrem Gesicht losreissen. Er erschauderte, als er ihren Körper erblickte. Keine Beine, nein, einen Fischleib hatte sie! Mit einem angsterfüllten Aufschrei ergriff er die Ruder und floh. Das Netz war ganz vergessen...

In der Nacht träumte er unruhig. Immer wieder erschien das junge, wunderschöne Mädchen. Ihre Stimme hörte er immer wieder in seinem Kopf. Er konnte nicht anders, er musste an sie denken.
Und so geschah es, dass er sich am nächsten Morgen wieder aufmachte, sie an der selben Stelle zu suchen, an welcher er sie am Tag zuvor gesehen hatte.
Doch es war vergeblich, sie war nicht da. Den ganzen Tag über wartete er auf sie. Als die Dämmerung einsetzte gab er es schliesslich auf und ruderte zurück zum Festland, sich etwas zu Essen zu machen.
"Was gäbe ich nur dafür, sie wieder zu sehen?" murmelte er beim Essen vor sich hin. "Ihre Stimme wieder zu hören, bei ihr zu sein?" Das Meermädchen ging ihm einfach nicht aus dem Kopf.
Auch wenn es in Legenden immer hieß, dass der, der einer Meerjungfrau folgte, nie wieder zurück kehren würde, was sollte das für einen Unterschied machen? "Ich würde alles für sie geben," dachte der Fischer, "alles was ich besitze. Für einen Kuss von ihr würd ich meine Seele geben!"
Seine Flucht vom vorigen Tag war vergessen, seine Angst vor dem Fischleib. Er dachte nur an ihre Schönheit, ihre Stimme, die ihn so verzaubert hatte.

Schlaflos lag er in seinem Bett, in Gedanken immer noch bei dem Mädchen. Er rollte sich von einer Seite auf die andere, vom Rücken auf den Bauch, doch er fand keine Ruhe. Er ~musste~ sie einfach wiedersehen. Er musste es zumindest versuchen.
Also stand er auf, zog sich an und stapfte wieder nach draussen.
Der eisige Wind fuhr ihm unter die Kleidung in alle Glieder, doch er merkte es fast nicht. Seine Gedanken waren nicht im hier und jetzt, sie waren bei der wunderschönen Meermaid.
Er stieg ins Boot und ruderte los, mitten in der Nacht.
Als er schon fast an der Stelle, an welcher er sie das erste Mal erblickt hatte, angekommen war, hörte er wieder die liebliche Stimme der Nixe "In meinem Reich, am Grund der See, wird Schmerz und Sorge niemals dich erreichen!"
Und da erblickte er sie auch. Schön wie vorher, nein, schöner noch, und sein Atem stockte einen Moment lang. "So komm doch!" lockte sie, streckte die Arme nach ihm aus. Er reckte sich weit über den Bootsrand, fasste behutsam ihre Hand, sie zog sanft und er ließ sich gleiten, bis er in ihren Armen ruhte.
Sie umarmte ihn, küsste ihn innig. Er erwiederte ihren Kuss, berührte zärtlich ihre Wangen.
Und dann zog sie ihn sanft mit sich in die Tiefe und er ward nie mehr gesehn...

16.9.06 19:35


2.7.06 18:23


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